Eine wechselvolle Geschichte begleitet den denkmalgeschützten Industriebau in Döbeln:
Während des zweiten Weltkrieges errichtet, diente der Kuppelbau eigens der Fertigung des Sturmgewehrs MG42. Mit Ende des Krieges 1945 wurden die Produktionseinrichtungen enteignet und demontiert. Kurze Zeit später begann der VEB Döbelner Beschläge und Metallwerk (DBM) hier seine Produktion. Neben vielfältigen Gütern für den täglichen Gebrauch, wie Tür- und Briefkasten-Schlösser, Dreiräder und Toaster stellte der Betrieb auch militärisches Gerät, wie Teile des Sturmgewehrs AK 47 („Kalaschnikow") und Hand- und Fußfesseln für die Polizei her. Darüber hinaus wurden die ersten Sicherheitsgurte und Gurtschlösser in Autoliv-Lizenz für den ostdeutschen Automobilbau gefertigt.
Ab 1990 wurden der Kuppelbau und die angrenzenden Gebäude dem zunehmenden Verfall preisgegeben. Nur seinem Status als Denkmal verdankt der Kuppelbau seine Erhaltung.
Im Dezember 2003 erwarb die Autoliv Sicherheitstechnik GmbH das Gebäude und gestaltete es behutsam zu einem Schulungszentrum um. Bei der Sanierung legte das Unternehmen und das ausführende Architekturbüro Isfort aus Radebeul großen Wert auf die Erhaltung der vorhandenen Bausubstanz und die Betonung der Bauhaus-Qualitäten: Klare, schlichte Formen, die Konzentration auf Funktionalität und verarbeitete hochwertige Materialien verleihen den Schulungsräumen ihren einzigartigen Charakter.
Kuppelbau Döbeln
Eine Abteilung der Autoliv Sicherheitstechnik GmbH
Eichbergstraße 10-13
04720 Döbeln
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